Geistlicher Missbrauch

Das Bild zeigt einen kreisrunden Button mit roter Farbe. Text in weißen Buchstaben: Melden. Betroffen. Zusätzlich sind zwei Icon sichtbar: Telefonhörer und Briefumschlag für E-Mail.

Was ist „Geistlicher Missbrauch“ überhaupt?

Missbrauch geistlicher Autorität, auch „Geistlicher Missbrauch“ genannt, geschieht oft dort, wo Vertrauen, Glaube und Abhängigkeiten eine Rolle spielen. Betroffene erleben Grenzverletzungen, Manipulation oder Machtmissbrauch. Missbräuchliche Verhaltensweisen zeigen sich häufig nicht offen, sondern schleichend und subtil – viele Betroffene merken erst später, dass etwas nicht stimmt.

Hinweise können sein:

  • religiöse oder geistliche Autorität wird genutzt, um Gehorsam, Schuld oder Angst zu erzeugen
  • eigene Wahrnehmungen, Zweifel oder Grenzen werden abgewertet oder geistlich uminterpretiert
  • Kritik wird unterschiedslos als Mangel an Glauben oder Loyalität gewertet
  • persönliche Entscheidungen (Beziehungen, Lebensweg, Gewissen) werden kontrolliert oder beeinflusst
  • der Glaube fühlt sich zunehmend eng, beschämend oder belastend an

Nicht jedes einzelne Zeichen ist eindeutig – doch wenn sich einzelne oder mehrere Verhaltensweisen oder Reaktionen wiederholen oder innerlich Unbehagen auslösen, kann es hilfreich sein, darüber zu sprechen.

Im Erzbistum Hamburg sind zwei Personen von Erzbischof Dr. Stefan Heße beauftragt worden, als Kontakt- bzw. Ansprechpersonen dafür erreichbar zu sein.

Sie bieten einen geschützten, anonymen und vertraulichen Raum für meldende Personen:

  • Ihre Kontaktaufnahme bleibt anonym.
  • Es gibt keine unautorisierte Weitergabe von Informationen.
  • Sie entscheiden, was Sie teilen möchten.
  • Es entstehen keine Verpflichtungen oder Konsequenzen.

Für wen?

Das Angebot richtet sich an Menschen, die Erfahrungen mit Missbrauch geistlicher Autoritäten machen oder gemacht haben und/oder unsicher sind, wie Erlebtes einzuordnen ist. Die Ansprechpersonen hören zu, versuchen zu klären und zu unterstützen – in Abstimmung mit Ihnen.

Dafür stehen Ihnen Frau Christiane Bente sowie Herr Hendrik M. Rabbow (externer Ansprechpartner) zur Verfügung. Sie haben folgende Möglichkeiten anonym Kontakt mit den Ansprechpersonen aufzunehmen:

Das Bild zeigt ein Portrait von Christiane Bente.

Christiane Bente

Telefon: +49 174 2608548
E-Mail: kontakt.bente@erzbistum-hamburg.de

Kinderkrankenhaus Wilhelmstift
Liliencronstrasse 130
22149 Hamburg 

Zur Person: Jahrgang 1969 | Hamburg | verheiratet

Als Religionspädagogin, Seelsorgerin und Organisationsberaterin bin ich derzeit als Krankenhausseelsorgerin und Pastorale Mitarbeiterin in der Erwachsenenpastoral im Erzbistum Hamburg beauftragt. Ich verfüge über langjährige berufliche Erfahrungen und Kompetenzen in der Leitung von verschiedenen Aufgabenfeldern sowie in der Begleitung von Menschen, Teams und diözesanen Projektgruppen. Mit meiner theologischen und seelsorglichen Kompetenz und als Christin bin ich seit 2020 im Kinderkrankenhaus Wilhelmstift und seit 2021 im Pastoralen Raum der Pfarrei Seliger Johannes Prassek tätig. 

Das Bild zeigt ein Portrait von Hendrik M. Rabo.

Hendrik M. Rabbow 

Telefon: +49 40 38655655
E-Mail: Kontakt@Rabbow.com

Süllbergsterrasse 30
22587 Hamburg

Zur Person: Jahrgang 1959

Hendrik M. Rabbow ist Theologe, Organisationsberater, Systemischer Coach und Seelsorger. Mit Führungserfahrung als Personalverantwortlicher in der Industrie, begleitet er als selbständiger Unternehmens- und Managementberater seit über 30 Jahren Menschen in sensiblen Lebens- und Entscheidungssituationen und Organisationen in Veränderungs- und Entwicklungsprozessen.

Herr Rabbow engagiert sich ehrenamtlich seit Jahrzehnten in verschiedensten Gremien, u.a. als Kirchenvorstand, Wirtschaftsbeirat, im Vorsitz der Stiftung Katholischer Schulen in Hamburg, als Gründer des Freundes- und Förderkreises Kloster Nütschau und ist als Seelsorger aktiv – über viele Jahre im Beratungs- und Seelsorgezentrum St. Petri in Hamburg.