Sorgen und Bedenken
Präventionsschulungen sind für viele Menschen ein sensibles Thema. Nicht selten tauchen dabei Unsicherheiten, Fragen oder auch Vorbehalte auf. Manche befürchten zusätzliche Belastung, andere fragen sich, ob diese Schulungen wirklich notwendig sind.
Uns ist wichtig: Alle Sorgen und Vorurteile dürfen offen ausgesprochen werden. Sie sind ein wichtiger Teil des Dialogs – und zeigen, dass Prävention nicht abstrakt, sondern nah an den Menschen gedacht wird.
Hier finden sie die häufigsten Fragen und Bedenken – und unsere Antworten darauf.
„Ich arbeite gar nicht direkt mit Kindern oder Jugendlichen – brauche ich die Schulung überhaupt?“
Ja. Prävention geht alle an. Auch wer „nur“ in Verwaltung, Hauswirtschaft oder Technik arbeitet, trägt zu einer Kultur der Achtsamkeit bei. Jede_r im Erzbistum Hamburg hat Verantwortung für Schutzräume.
„Das bringt doch sowieso nichts.“
Studien und Erfahrungen zeigen: Präventionsarbeit reduziert Risiken deutlich und macht Einrichtungen sicherer.
„Ich habe Angst, dass mir in der Schulung etwas unterstellt wird.“
Nein. Die Schulungen sind kein Misstrauensvotum. Es geht nicht darum, Schuldige zu suchen, sondern darum, Handlungssicherheit zu gewinnen und Sicherheit für alle zu schaffen.
„Das Thema ist mir zu belastend – Ich weiß nicht, ob ich das aushalte.“
Die Schulungen sind traumasensibel gestaltet. Pausen sind jederzeit möglich, Übungen sind freiwillig. Stellt die Schulung für Sie eine zu große Belastung dar, bitten wir Sie uns zu kontaktieren, damit wir gemeinsam eine Lösung finden.
„Ich weiß doch schon, wie man mit Kindern umgeht – warum noch eine Schulung?“
Prävention geht über Intuition hinaus. Sie vermittelt Wissen über Grenzverletzungen, Täter_innenstrategien und Interventionswege. So entsteht Klarheit, die allen Sicherheit gibt – auch Ihnen selbst.
„Ich habe keine Zeit für noch eine Pflichtschulung.“
Prävention kostet Zeit – aber sie spart im Ernstfall viel Leid, Unsicherheit und Aufwand. Die Schulungen sind kompakt, praxisnah und auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnitten.
„In unserer Einrichtung gibt es sowas doch nicht.“
Missbrauch und Grenzverletzungen können überall vorkommen. Gerade eine offene Haltung und gutes Wissen schützen Kinder, Jugendliche und Erwachsene am besten.
„Ich traue mich eh nicht, bei Verdacht etwas anzusprechen.“
Genau dafür gibt es die Schulungen: Sie geben Sicherheit, wie man Beobachtungen oder Unsicherheiten ansprechen kann – ohne Schuldzuweisungen, aber mit klaren Handlungswegen.
„Wenn ich etwas sehe oder höre, bin ich doch sowieso machtlos.“
Niemand ist machtlos. Es gibt feste Strukturen und Ansprechpartner_innen, die unterstützen. Prävention heißt: gemeinsam Verantwortung übernehmen.
„Ich habe Angst, etwas falsch zu machen.“
Fehler sind menschlich. Wichtig ist, überhaupt zu handeln und nicht wegzuschauen. In den Schulungen lernen Sie, welche Schritte sinnvoll sind – und dass Sie nie allein entscheiden müssen.
„Das ist doch nur ein Thema für Hauptamtliche.“
Nein. Ehrenamtliche sind genauso wichtig für eine Kultur der Achtsamkeit – und deshalb Teil der Schulungen. Jede_r zählt.
„Ich habe Sorge, dass persönliche Themen angesprochen werden, die mich überfordern.“
Niemand muss Privates preisgeben. Alle Inhalte sind auf die beruflichen oder ehrenamtlichen Rollen bezogen. Persönliche Erfahrungen müssen nicht geteilt werden.