Wenn vor Ort ein Verdachtsfall von sexualisierter Gewalt bekannt wird und Menschen mit dieser bislang unvorstellbaren Situation konfrontiert werden, zerbricht oft das Vertrauen in eine bisher sichere, verlässliche und kontrollierte Welt. Man spricht von einem „irritierten bzw. traumatisierten System“.
Konkret bedeutet das: Sexualisierte Gewalt hat stattgefunden; die Betroffenen sind zwar nicht direkt involviert, stehen den Tätern oder Beschuldigten jedoch so nah, dass auch eine indirekte Betroffenheit nicht ausbleibt.
Unterstützung erfahren
Dieses irritierte System – eine Gemeinde oder eine Einrichtung – soll frühestmöglich und niederschwellig Unterstützung erfahren. Praktisch bedeutet das eine differenzierte Arbeit in einem dynamischen, oft bereits stark eskalierten und verunsicherten System. Das Vorgehen ist individuell und richtet sich nach der konkreten Situation vor Ort. Es gibt keinen festen Handlungsplan. Ziel ist es, die Handlungs- und Arbeitsfähigkeit der Akteure vor Ort wiederherzustellen.
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