Das Bild zeigt das Logo des Teams Aufarbeitung in der Stabsstelle Prävention. Als Grafik wird das Wort "Aufarbeitung" in verschiedenen Grau-schwarz-Tönen verwendet. Text insgesamt: "Aufarbeitung im Erzbistum Hamburg".
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Studien

Forschung und Aufarbeitung in der katholischen Kirche in Deutschland

Seit 2010 setzt sich die katholische Kirche in Deutschland für Aufklärung und Aufarbeitung der sexuellen Gewalt an Minderjährige durch Priester und Ordensleute ein. Die Folgen der Enthüllungen sind weiterhin präsent, weshalb zahlreiche Maßnahmen eingeleitet wurden.

Zu den Initiativen gehören mehrere Forschungsprojekte, die von der Deutschen Bischofskonferenz gestartet und von unabhängigen Fachleuten durchgeführt wurden. Zudem arbeitet die Bischofskonferenz in diesem sensiblen Bereich eng mit dem Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs in Deutschland (UBSKM) zusammen. 

Auf der Webseite der Deutschen Bischofskonferenz finden Sie weitere Informationen zu den Forschungsprojekten, die mit der Bischofskonferenz verbunden sind.

Auch in den einzelnen (Erz-)Bistümern wird die Aufarbeitung dieser Verbrechen fortgeführt. Hier finden Sie eine Übersicht

Studien im Erzbistum Hamburg

Aufarbeitung und Dokumentation des sexuellen Missbrauchs von katholischen Priestern und anderen im Dienst der katholischen Kirche stehenden Personen an Minderjährigen in Mecklenburg von 1946 bis 1989

Von 2020-2023 arbeitete die Universität Ulm an der Studie zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in der katholischen Kirche in Mecklenburg im Zeitraum von 1946-1989. 

Die Ergebnisse der Studie wurden am 24.02.2023 in Schwerin von den Forschenden an der Uni Ulm veröffentlich. 

Erzbischof Heße sagte in seiner Stellungnahme nach der Präsentation der Ergebnisse: „Die Studie hat einen Teil des Missbrauchs in der katholischen Kirche Mecklenburgs dokumentiert und öffentlich gemacht. Sie wird damit zu einem Teil des Schuldgedächtnisses unserer Kirche. Ich finde das gut und wichtig. Auch wir im Erzbistum Hamburg müssen zur Kenntnis nehmen, dass kirchliche Verantwortungsträger nach unserem heutigen Wissen nicht angemessen gehandelt haben. Täter wurden nicht konsequent zur Rechenschaft gezogen und Schutzbefohlene nicht ausreichend geschützt.“

Die Studie „Aufarbeitung und Dokumentation von sexuellem Missbrauch durch Priester und andere im Dienst der katholischen Kirche stehende Personen in Mecklenburg“ kann hier eingesehen werden. 

Aufarbeitungsstudie Bistum Osnabrück

Im Frühjahr 2021 hat das Bistum Osnabrück die Universität Osnabrück mit einer umfangreichen Studie zur wissenschaftlichen Aufarbeitung der sexualisierten Gewalt im Bistum beauftragt. Neben einer quantitativen Analyse der Fälle sexualisierter Gewalt umfasst die Studie auch die Erarbeitung beispielhafter Fallberichte und die Beschreibung und Einordnung typischer Muster von Betroffenenschicksalen und Täterhandeln. Die Studie wurde am 2. Oktober 2024 in einem Abschlussbericht vorgestellt. Detaillierte Informationen dazu gibt es auf der Internetseite der Studie.

Die Gebiete des Erzbistums Hamburg gehörten bis zur Bistumsgründung 1995 zum Bistum Osnabrück. Deshalb betrifft diese Studie auch das Erzbistum Hamburg.